Elisabeth Pähtz

Aktuelles

Der böse Fluch von Baku

Warum sollte man eine so schöne Stadt wie Baku verfluchen? Sicherlich nicht für Ihre schöne Natur, reiche Kultur und Traditionen. Bereits vor einem Jahr spielte die Deutsche Auswahl bei der Schacholympiade in Baku und man könnte meinen, dass es für uns noch nie so schief gelaufen war wie dort. Statistisch betrachtet kann es demnach nur besser werden. Das dachten wir zumindest - der DSB - und die deutsche Frauenmannschaft, und einigten uns mit der Aserbaidschanischen Föderation zur Vorbereitung auf die Mannschafts EM 2017 auf einen Frauenländerkampf, der vom 20-26.8 in Baku stattfinden sollte...

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Und den Heimvorteil gibt es doch...

Manch einer behauptet, dass es im Schach so etwas wie einen Heimvorteil nicht gibt. Ja gut, man spielt meist nicht vor kreischendem Publikum, oder sieht Unmengen wilder Fans und Hooligans mit Fahnen umherwedeln. Allerdings ist es für viele Schachspieler durchaus wichtig, dass das Umfeld stimmt und das allgemeine Wohlbefinden von nichts negativ beeinflusst wird. Das Erfurter Frauenschachfestival war genau ein solches Event - eine Mischung aus Heimat, Familie und vielen Erinnerungen aus meiner Kindheit.Da jede Geschichte einen Anfang hat, hole ich etwas weiter aus und fange mit meiner abenteuerlichen Bahnreise vom Frankfurter Flughafen nach Erfurt an. Da ich ungerne alleine Reise, habe ich meine gute Freundin Marina Brunello, die spätere Siegerin des Young Masters, und meinen allertreusten Freund Jonathan Carlstedt, der in Erfurt für die Berichterstattung und Kommentierung verantwortlich war, zu mir bestellt, bzw. waren sie so nett, ihren Flug nach Frankfurt für mich ein paar Tage früher anzutreten.

                                                        Jonny&Marina

Mit "Jonny" zu reisen zeigte allerdings bereits in der Vergangenheit manch merkwürdige Wendungen und Abenteuer, sodass ich umso überraschter war, als beide Flüge, sowohl Marinas als auch Jonnys pünktlich in Frankfurt landeten. Da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, dachte ich, bis wir 20 Minuten vor Abfahrt unseres Zuges am Fernbahnhof Frankfurt/Flughafen feststellen mussten, dass unser Zug nicht nur vom Bildschirm verschwand, sondern gar gestrichen und zum Frankfurter Hauptbahnhof umgeleitet wurde. Mit etwas Glück erreichten wir noch die letzte mögliche S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof. Aber Jonnys Aura funktioniert leider so einwandfrei, dass wir bei unserer Ankunft im Grunde unbeeindruckt feststellen mussten, dass wir nicht nur völlig umsonst durch den Frankfurter Flughafen samt Gepäck gerannt waren sondern dass unser Zug nach Erfurt bereits 1 h Verspätung hatte. Mit Jonny sind Reisen jedenfalls immer ein echtes Abenteuer - vielleicht findet er ja eines Tages seine Berufung in dieser Branche...

 

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Les Championnes de France!

Für mich ist es immer wieder eine Freude nach Frankreich zu reisen. Nicht alleine wegen des guten Weins und der unzählig leckeren Käsesorten, nein, es ist auch die Heimat meines absolut europäischen Lieblingsvereins, dem Schachklub Phillidor Mulhouse! Seit über 3 Jahren spiele ich jetzt für Philldor, und seitdem verfolgen wir nur ein einziges Ziel: Französischer Mannschaftsmeister zu werden ...


L'Équipe

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Le Campionesse d'Italia!

Mit einem Italiener verheiratet zu sein hat so seine Vorzüge. Nicht nur, dass "Frau" für alles etwas mehr Zeit hat beziehungsweise das Wort "Timing" eine völlig neue Definition bekommt, sondern erlaubte es mir auch, einen Fuß in die italienische Schachwelt setzen zu dürfen. So lernte ich neben der italienischen Nationalspielerin Marina Brunello, auch einen alten Freund meines Mannes -Yuri Garett- kennen. Und so dauerte es nicht lange, und ich wurde Teil einer neuen Mannschaft "Caissa Italia Pentole Agnelli". Der Name klang anfangs so kompliziert, dass ich mir ihn nicht nur aufschreiben musste, er bedurfte auch einiger Erklärungen bezüglich dessen Bedeutung. Wenig überraschend war "Caissa-" die römische Göttin des Schachspieles. "Pentole" allerdings wiederspiegelte das Klischee der klassischen italienischen Frau, die nicht nur ihren Mann in jederlei Hinsicht verwöhnt, sondern ihre Berufung im Leben als Köchin finden sollte. "Pentole" steht demzufolge für Pfanne und es überrascht mich wenig, dass das Unternehmen "Agnelli " somit der Hauptsponsor unserer Mannschaft wurde...

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Die Frauenkommission ist eine Vorteilskommission

allgemeines Interview mit Elisabeth Paehtz durchgeführt von Chessbase

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Die nächsten Termine

20.08.-26.08.2017
Ländervergleichskampf
Deutschland gegen Aserbaidschan
Baku

22.09.-02.10.2017
Isle of Man International Open
Douglas

07.10.-15.10.2017
Europapokal der Frauen 
Team Rumänien: Medicina Timisoara
Antalya

19.10.-25.10.2017
Rapid & Blitz-Europameisterschaften der Frauen
Monaco

27.10.-07.11.2017
Mannschafts-Europameisterschaft der Frauen
Nationalmannschaft Deutschland
Kreta

10.11.-20.11.2017
Rumänische Mannschaftsmeisterschaften
Team Medicina Timisoara

24.11.-29.11.2017
Kings Tournament in Medias
Rumänien